Für den Priester
Ich wollte mich mit euren Kasten jetzt gar nicht so sehr beschäftigen, aber diese Geschichte hier zwingt mich dazu. Ich bin in Indien vor zweitausend Jahren. Damals waren die sich nicht ganz so sicher ob das alles richtig funktioniert. Wie ihr jetzt darüber denkt weiß ich nicht, red ja nicht mit mir :-(
Damals wart auch ihr besser.
Der Priester also, der wegen seinem elften Finger belacht wird, will's von mir genauer wissen. Ich habe darüber nachgedacht und bin grad drauf ihm die griechisch-römische Sichtweise über die Untermenschen und die Stände aufzuklären.
( Wie gesagt, ich bin Sohn zweier starker, russischer Adel... )
---
Nach einer Weile.
Dioni: Dina erzähl mal, wie habt ihr es mit den Farben?
Dina: Purpur ist gut.
Dioni: Purpur, dieses helle lila?
Dina: Sonderbar.
Dioni: Wir haben sowas eigentlich nicht. Nur Gelb, lila, blau, rot, grün, braun, weiß...
Dina: Rot ist Stark.
Dioni: Rot ist der Römer.
Dina: Gut, Blau ist mächtig.
Dioni: Blau ist tief. Blau, der Schwimmer.
Dina: Blau ist grässlich.
Dioni: Blau sei der Kämpfer.
Dina: Hm...
Dioni: Gelb?
Dina: Gelb ist lieb.
Dioni: Gut, der steht auf.
Dina: Und geht...
Dioni: Schwarz?
Dina: War einmal.
Dioni: Hm?
Dina: Vergangen.
Dioni: Ach der Scha...
Dina: Deehr..
Dioni: Weiß ist friedlich.
Dina: Geht.
Dioni: Gut. Und grün?
Dina: Grün ist voll.
Dioni: Lila?
Dina: Zipperlich?
Dioni: Zipper?
Dina: Schnell!
Dioni: Alscho schön, der Grasshalm, der ist kindisch und frech.
Dina: Gut.
Dioni: Dunkelgrün ist nachdenklich.
Dina: Genau.
Dioni: Gut, gut... Hm, und lila?
Dina: Lieb, ach.
Dioni: Lila ist klug, glaub ich.
Dina: Echt?
Dioni: Ja, der spielt...
Dina: ...auch.
~
Spät abends gingen sie zum Priester. Dioni trug ein dunkelgrünes Gewand, und sie nannte ihn Ägypter deswegen. Weil sie, seinen Worten zu folge, die klügsten waren. Sie aber hatte ein lilanes Tuch übergezogen.
Dioni: Hoffentlich ist der eine noch da, der...
Dina: Wirst sehen.
Sie standen vor dem Haus.
Dioni: DIOONI, DIOOOONII!
Der Britte schaute aus dem Fenster: Aaah!
Er schaute nach unten: Mach da mal auf Heins. Ha ha hah!
Und sie traten herein.
Drinnen war es schön erleuchtet mit mehreren hellen Kerzen, die wie Fackel hell schienen. Sie setzen sich im Gästezimmer. Der Priester ließ Wein bringen, das wurde in kleinen Tässchen getrunken und aus einer kleinen Amphore eingegossen. Dazu wurden Manuswurzeln, mit Honig übergossen, waren anserviert.
Priester: Hast du’s überlegt?
Dioni: Ich habe mir gedacht, ihr habt es falsch rum.
Dina: Alles!
Der Priester schaute ernst.
Dioni: Ihr habt die Krieger da, wo bei uns die Pretoren sind, und die sind edel...
Priester: Mag s...
Dioni: Die Priet... äh... Krieger sind zahlreich. Die gehören auf den Elfagen - und zwar wenn sie in den Krieg ziehen.
Der Priester sah ihn interessiert an.
Dioni: Sonst sind die Normale, wie die...
Dina grinste.
Priester: Es ist ein Stand... Wir...
Dioni: Ihr seid keine kriegerische Civilisation, sonst bräuchtet ihr die, wie die Perser nämlich.
Priester: Stimmt, die wenigen reichen.
Dioni: Naja, eure Sache.
Der Priester nickte.
Dioni: Aber wenn wir Kriege führen, dann leiten die Starken an und die einfachen Kämpfen eben.
Priester: Versteh.
Dioni: Bei uns heißt es, dass der untere Mensch, zwar der einfachste ist, aber dreimalig dafür.
Priester: Wie?
Dioni: Als Kleiner, unser Lüstling; als Mittlerer: Er steht und geht. Und als Größerer, der nämlich, der haut rein, der ist ein Kämpfer!
Priester, zunickend: Hm... Aber..
Dioni denkt nach: Stimmt schon so, die sind zahlreich, die Basis.
Priester: Abe... das stimmt nicht.
Dioni zu Dina: Wieso?
Dina: Wir sind nur klein.
Dioni: Als mancher von denen kann es sogar bis zum Edelmann schaffen, da habt ihr ja eure Krieger jetzt.
Priester: Is traurig, aber...
Dioni grübelt: Hm... Klein, klein, aber gib ihm ne Waffe in der Hand, erziehe und diszipliniere ihn drei Wochen lang und du hast einen Krieger!
Priester: Hm!
Dioni: Und vielleicht nennst du ihn sogar dein besten Mann, wenn er stark genug dafür ist!
Prieter: Stimmt aber...
Dioni: Ne, also ihr macht sie klein.
Priester: Genau!
Dioni: Wieso?
Priester: Sie sind’s!
Dioni: Die Römer haben Gladiatoren.
Priester: Erzähl!
Dioni: Berufskämpfer, meist Plebejer, wenn sie gut sind, verdienen die schweinekohle, manche Sterben, beim Venus! Andere werden reich, berühmt und geehrt. Königinen schlaffen mit denen...
Der Inder sieht ihn beeindruckt an.
Inder: Das stimmt.
Dioni: Puuuh.... Gut. ^er lächelt.
Dina halbstolz: Und die Frauen? Hm...?
Dioni: Hm, Akrobatinnen, Tänzerinnen, Schönheiten, Freudenweiber, Edelnutten - die bringen’s bis zum Hof bei uns!
Dina wackelt mit dem Kopf.
Dioni: Das andere ist.... ^er schaut Dina an, du könntest unseren Edeldamen so einiges beibringen, darauf wette ich...
Dina: Jaaaah... ^sie legt sich an seinem Schulterblatt.
Dioni: Aber schau mal, ihr habt es auf den Fingern. Das stimmt nicht.
Priester: Jah!
Dioni: Weil da fehlt der Zehnte.
Priester: Das meine ich.
Dioni: Sie hier...?
Priester: Was willst?
Dioni: Was ist sie wert?
Priester: Dreißig.
Dioni: Na wenn ich jemand finde der sie zähmen kann...
Der Inder lächelte genüsslich in sie hinein.
Dioni: Also habt ihr keine Sklaven, aber „Fingerlose“ habt ihr?
Priester: Jap!
Dioni: Hätt ich beinahe übersehen. Sowas ist das also... Sklaven ohne Besitzer?
Das brachte ihn zum Nachdenken: Hmm...
Dioni: Und eure Chinesen im Osten?
Priester grinsend wie ein Tibeter: Gefährlich bist du!
Dina: Pschhht! - Sie hält ihm den Mund zu.
Er aber nimmt sich die Hand weg.
Dioni: Ein hoch auf den Brahmanen, ich ehr sie ja!
Priester zunickend: Gut..
Dioni trinkt und Dina nimmt ihm das Glass ab.
Dioni schaut sie an... Ihr werdet ihnen zu gefährlich, darum die Kasten - versteh das.
Damals wart auch ihr besser.
Der Priester also, der wegen seinem elften Finger belacht wird, will's von mir genauer wissen. Ich habe darüber nachgedacht und bin grad drauf ihm die griechisch-römische Sichtweise über die Untermenschen und die Stände aufzuklären.
( Wie gesagt, ich bin Sohn zweier starker, russischer Adel... )
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Nach einer Weile.
Dioni: Dina erzähl mal, wie habt ihr es mit den Farben?
Dina: Purpur ist gut.
Dioni: Purpur, dieses helle lila?
Dina: Sonderbar.
Dioni: Wir haben sowas eigentlich nicht. Nur Gelb, lila, blau, rot, grün, braun, weiß...
Dina: Rot ist Stark.
Dioni: Rot ist der Römer.
Dina: Gut, Blau ist mächtig.
Dioni: Blau ist tief. Blau, der Schwimmer.
Dina: Blau ist grässlich.
Dioni: Blau sei der Kämpfer.
Dina: Hm...
Dioni: Gelb?
Dina: Gelb ist lieb.
Dioni: Gut, der steht auf.
Dina: Und geht...
Dioni: Schwarz?
Dina: War einmal.
Dioni: Hm?
Dina: Vergangen.
Dioni: Ach der Scha...
Dina: Deehr..
Dioni: Weiß ist friedlich.
Dina: Geht.
Dioni: Gut. Und grün?
Dina: Grün ist voll.
Dioni: Lila?
Dina: Zipperlich?
Dioni: Zipper?
Dina: Schnell!
Dioni: Alscho schön, der Grasshalm, der ist kindisch und frech.
Dina: Gut.
Dioni: Dunkelgrün ist nachdenklich.
Dina: Genau.
Dioni: Gut, gut... Hm, und lila?
Dina: Lieb, ach.
Dioni: Lila ist klug, glaub ich.
Dina: Echt?
Dioni: Ja, der spielt...
Dina: ...auch.
~
Spät abends gingen sie zum Priester. Dioni trug ein dunkelgrünes Gewand, und sie nannte ihn Ägypter deswegen. Weil sie, seinen Worten zu folge, die klügsten waren. Sie aber hatte ein lilanes Tuch übergezogen.
Dioni: Hoffentlich ist der eine noch da, der...
Dina: Wirst sehen.
Sie standen vor dem Haus.
Dioni: DIOONI, DIOOOONII!
Der Britte schaute aus dem Fenster: Aaah!
Er schaute nach unten: Mach da mal auf Heins. Ha ha hah!
Und sie traten herein.
Drinnen war es schön erleuchtet mit mehreren hellen Kerzen, die wie Fackel hell schienen. Sie setzen sich im Gästezimmer. Der Priester ließ Wein bringen, das wurde in kleinen Tässchen getrunken und aus einer kleinen Amphore eingegossen. Dazu wurden Manuswurzeln, mit Honig übergossen, waren anserviert.
Priester: Hast du’s überlegt?
Dioni: Ich habe mir gedacht, ihr habt es falsch rum.
Dina: Alles!
Der Priester schaute ernst.
Dioni: Ihr habt die Krieger da, wo bei uns die Pretoren sind, und die sind edel...
Priester: Mag s...
Dioni: Die Priet... äh... Krieger sind zahlreich. Die gehören auf den Elfagen - und zwar wenn sie in den Krieg ziehen.
Der Priester sah ihn interessiert an.
Dioni: Sonst sind die Normale, wie die...
Dina grinste.
Priester: Es ist ein Stand... Wir...
Dioni: Ihr seid keine kriegerische Civilisation, sonst bräuchtet ihr die, wie die Perser nämlich.
Priester: Stimmt, die wenigen reichen.
Dioni: Naja, eure Sache.
Der Priester nickte.
Dioni: Aber wenn wir Kriege führen, dann leiten die Starken an und die einfachen Kämpfen eben.
Priester: Versteh.
Dioni: Bei uns heißt es, dass der untere Mensch, zwar der einfachste ist, aber dreimalig dafür.
Priester: Wie?
Dioni: Als Kleiner, unser Lüstling; als Mittlerer: Er steht und geht. Und als Größerer, der nämlich, der haut rein, der ist ein Kämpfer!
Priester, zunickend: Hm... Aber..
Dioni denkt nach: Stimmt schon so, die sind zahlreich, die Basis.
Priester: Abe... das stimmt nicht.
Dioni zu Dina: Wieso?
Dina: Wir sind nur klein.
Dioni: Als mancher von denen kann es sogar bis zum Edelmann schaffen, da habt ihr ja eure Krieger jetzt.
Priester: Is traurig, aber...
Dioni grübelt: Hm... Klein, klein, aber gib ihm ne Waffe in der Hand, erziehe und diszipliniere ihn drei Wochen lang und du hast einen Krieger!
Priester: Hm!
Dioni: Und vielleicht nennst du ihn sogar dein besten Mann, wenn er stark genug dafür ist!
Prieter: Stimmt aber...
Dioni: Ne, also ihr macht sie klein.
Priester: Genau!
Dioni: Wieso?
Priester: Sie sind’s!
Dioni: Die Römer haben Gladiatoren.
Priester: Erzähl!
Dioni: Berufskämpfer, meist Plebejer, wenn sie gut sind, verdienen die schweinekohle, manche Sterben, beim Venus! Andere werden reich, berühmt und geehrt. Königinen schlaffen mit denen...
Der Inder sieht ihn beeindruckt an.
Inder: Das stimmt.
Dioni: Puuuh.... Gut. ^er lächelt.
Dina halbstolz: Und die Frauen? Hm...?
Dioni: Hm, Akrobatinnen, Tänzerinnen, Schönheiten, Freudenweiber, Edelnutten - die bringen’s bis zum Hof bei uns!
Dina wackelt mit dem Kopf.
Dioni: Das andere ist.... ^er schaut Dina an, du könntest unseren Edeldamen so einiges beibringen, darauf wette ich...
Dina: Jaaaah... ^sie legt sich an seinem Schulterblatt.
Dioni: Aber schau mal, ihr habt es auf den Fingern. Das stimmt nicht.
Priester: Jah!
Dioni: Weil da fehlt der Zehnte.
Priester: Das meine ich.
Dioni: Sie hier...?
Priester: Was willst?
Dioni: Was ist sie wert?
Priester: Dreißig.
Dioni: Na wenn ich jemand finde der sie zähmen kann...
Der Inder lächelte genüsslich in sie hinein.
Dioni: Also habt ihr keine Sklaven, aber „Fingerlose“ habt ihr?
Priester: Jap!
Dioni: Hätt ich beinahe übersehen. Sowas ist das also... Sklaven ohne Besitzer?
Das brachte ihn zum Nachdenken: Hmm...
Dioni: Und eure Chinesen im Osten?
Priester grinsend wie ein Tibeter: Gefährlich bist du!
Dina: Pschhht! - Sie hält ihm den Mund zu.
Er aber nimmt sich die Hand weg.
Dioni: Ein hoch auf den Brahmanen, ich ehr sie ja!
Priester zunickend: Gut..
Dioni trinkt und Dina nimmt ihm das Glass ab.
Dioni schaut sie an... Ihr werdet ihnen zu gefährlich, darum die Kasten - versteh das.






? (signatur von der Maharani)